Zu siebt gingen wir zum Karako - diesmal zum “Marktplatz der Gesänge”. Zusammen mit unserem Getränke-frei-Paket gab es einen Korb mit Snacks und Süßigkeiten, alle irgendwie mit einem besonderen Dreh. Mir hatten es besonders die „Schokobohnen zum Lebensglück“ angetan. Sie waren in der Packung aufgereiht wie Antibabypillen, aber in Form eines Schlüssels. Akiko: „Hier steht, dass sich das wahre Lebensglück demjenign aufschließt, der alle in der richtigen Reihenfolge isst.“ Ich fing also vorne an. Weiterlesen »
Am 5.5.2010 abgelegt unter
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Karaoke
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Eine Gegend mit unzähligen kleinen Läden fand der Besucher Tokios um den Bahnhof „Niedernordsumpf“, Shimokitazawa. Shimokitazawa heißt “Niedernordsumpf” auf Deutsch, aber ländlich wirkt die Gegend gar nicht - es gibt allerdings reichlich Bars zum Versumpfen. habe ich etwas tatsächlich Exotisches zu essen bekommen: Singvogelhirn in Alufolie. Das Gericht war als französische Spezialität angepriesen. Weiterlesen »
Wir schlenderten auf der Suche nach einem Absacker um den Götterfreudenhügel, als Ruth plötzlich sagte: „Hier, das sieht doch japanisch genug aus für Finn.“ – „Und ziemlich teuer“, sagte Akiko. Weiterlesen »
Kenji überstand seine Deutschlandreise offenbar ohne tiefes Trauma, seine Erzählungen zeigten mir aber, was für eine fremde Welt Deutschland für Japaner war. Nach seiner Rückkehr ging ich mit ihm ohne Ruth weg. Erst lobte er Deutschland höflich. Das dauerte etwa eine Dreiviertelstunde. Dann hatten wir einige Bier getrunken, und ich konnte zum Kern der Sache vorstoßen. „Wie war es wirklich?“ Weiterlesen »
Kenji fuhr mit mit Ruth nach Deutschland, um sich das Heimatland seiner Freundin anzusehen. „Diese ganzen Romantikstraßen und Humtata machen wir aber nicht“, stellte Ruth klar. „Wir fahren schön erstmal mal nach Hamburg.“ Damit war Enttäuschung programmiert. Weiterlesen »
In Tokio gehen die Temperaturen hoch. In Büros, Geschäfte n und Wohnungen fahren die Klimaanlagen hoch - und reizen den Europäer zu der Frage, wie umweltfreundlich Japan wirklich ist. Die Nipponesen selbst halten sich für ein weltweites Vorbild. Sie vergleichen sich generell mit den zwei Polen ihren Weltbilds: mit China und den USA. Da die Japaner ihre Natur schützen und Firmen wie Toyota und Panasonic die meisten Patente für Energiespartechnik halten, schneiden sie in diesem Vergleich sensationell gut ab. Schließlich kippen die Chinesen giftigen Müll in Flüsse (oder in die Füllung von Teigtäschchen) und lassen Quecksilber ungefiltert abfließen. Weiterlesen »
Am 16.4.2010 abgelegt unter
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Umwelt
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Die Stiftung eines Großunternehmens lud mich zu einem Ikebana-Kurs ein. Ich hatte diese Blumengestecke schon oft gesehen und glaubte zu wissen, was zu tun sei. Beim Ikebana stehen einige Blumen krumm beieinander, und drumherum stecken noch einige andere Stengel. Der Fall lag offensichtlich so ähnlich wie bei moderner Kunst im Museum. Eigentlich kann die Schmiererei jeder, man muss bloß steif und fest behaupten, es sei ein großes Werk. Weiterlesen »
Am 14.4.2010 abgelegt unter
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Künste
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Japan gehört zu deutlichsten Befürwortern der nuklearen Abrüstung, für die sich US-Präsident Barack Obama einsetzt. Schließlich griffen die Amerikaner griffen Japan 1945 mit Atombomben an. Das Thema taucht heute immer noch laufend in den Medien auf. Die Zeitungen berichten zum Beispiel immer wieder über Klagen japanischer Rentner, denen die Stadt Hiroshima eine Anerkennung als Bombenopfer versagt hatte.
Denn wer sich in der Stadt aufhielt, als die Kernwaffen explodierten, oder nachher bei den Rettungsarbeiten mitmachte, erhielt kostenlose Gesundheitsversorgung – der Leidtragende muss es bloß beweisen. Ein 93-jähriger Mann bekam in diesen Verfahren sogar eine doppelte Anerkennung als Opfer sowohl der Bombe von Hiroshima als auch der von Nagasaki. Weiterlesen »
Am 12.4.2010 abgelegt unter
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Eine Berliner Bekannte vor mir, Petra , meldete sich über Skype. „Wie wird man einen Japaner wieder los?“, fragte sie. „Dieser Yuta hat sich bei mir eingenistet und führt in Berlin ein prima Leben auf meine Kosten.“
„Ich denke, er ist Producer bei Fuji TV?“ Weiterlesen »
Am 10.4.2010 abgelegt unter
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Japaner
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Ich klagte kürzlich gegenüber Akiko, Kenji und Yusuke, dass ich außer ihnen nur wenige japanischen Freunde hätte – weil die japanische Gesellschaft so kompliziert sei. „Wieso? Du kennst doch tonnenweise Leute“, sagte Kenji. Wir waren bei „Herrn Sakuras Meeresfrüchte-Land“, der gleichen preiswerten Kette, in der Yusuke, Akiko und ich in Fukui mit Joshua zusammen gesessen hatten. Akiko pickte mit ihren Stäbchen einige Fetzen Weißkohl aus dem Topf auf dem Gaskocher in der Tischmitte und legte sie in ihre Schale. In dem Topf waren Tofu, Schweinefleischstreifen und Gemüse bereits zu einer dicken Masse verkocht. Weiterlesen »
Am 8.4.2010 abgelegt unter
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